DIN EN 13463-3:2005-07 [ZURÜCKGEZOGEN]

Inhalt
Dokumentart:
Norm
Titel (deutsch):
Nicht-elektrische Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen - Teil 3: Schutz durch druckfeste Kapselung "d"; Deutsche Fassung EN 13463-3:2005
Titel (englisch):
Non-electrical equipment for use in potentially explosive atmospheres - Part 3: Protection by flameproof enclosure "d"; German version EN 13463-3:2005
Originalsprachen: Deutsch
Amtsblatt der EU/EG (Nr. der Bekanntmachung, Datum):
2005/C300/06:2005-11-30, 2006/C57/07:2006-03-09
Einführungsbeitrag:

Die der vorgenannten Deutschen Norm zugrunde liegende Europäische Norm EN 13463-3 wurde von der CEN/TC 305/WG 2 "Betriebsmittel zur Verwendung in explosionsfähigen Atmosphären" (Sekretariat: DIN) erstellt. Für Deutschland war daran der gleichnamige NASG-Arbeitsausschuss 2.2 beteiligt.

Es gibt nicht elektrische Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Atmosphären, die bei Normalbetrieb wirksame Zündquellen enthalten. Dazu zählen z. B.

  • Geräte mit heißen Reibflächen, die die Zündtemperatur der sie umgebenden Atmosphäre überschreiten können, wie Reibkupplungen und Bremsbeläge
  • Geräte, die bei hohen Temperaturen betrieben werden müssen, wie Katalysatoren in Abgassystemen, oder
  • Geräte, die entflammbare Reibfunken erzeugen.

Um zu verhindern, dass solche Geräte zu einer Zündquelle für die umgebende Atmosphäre werden, kann, neben anderen, die Zündschutzart druckfeste Kapselung "d" angewendet werden. Dabei wird die Zündquelle so gekapselt, dass eine Explosion innerhalb des Gerätegehäuses nicht nach außen übertragen wird. Das Gehäuse muss dann so beschaffen sein, dass es sich im Falle einer Explosion nicht erheblich verformt und keine Flammen durch Gehäusespalte oder -flansche an die explosionsfähige Atmosphäre außerhalb des Gehäuses gelangen. Aus diesem Grund muss das Gehäuse sowohl in sich widerstandsfähig sein als auch formstabile Deckspalte oder Abdeckflansche mit den größten zulässigen Spaltweiten haben, die für die Art des im Geräteinnern wahrscheinlich auftretenden explosionsfähige Gases oder Dampfes geeignet sind.

Mit der Entwicklung des Schutzes durch druckfeste Kapselung wurde von Anfang an das Ziel verfolgt, unterschiedlichste Funken erzeugende Gerätearten sicher in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen zu können. Bei elektrischen Geräten wird diese Zündschutzart, die in DIN EN 60079-1 über "Elektrische Betriebsmittel für gasexplosionsgefährdete Bereiche - Teil 1: Druckfeste Kapselung 'd'" beschrieben ist, zum Schutz lichtbogenbildender Komponenten verwendet. Da in dieser Norm für elektrische Geräte Anforderungen an die Prüfung, Verifizierung und Kennzeichnung enthalten sind, wird in DIN EN 13463-3 eine unnötige Wiederholung der Anforderungen durch Querverweise auf DIN EN 60079-1 vermieden.

In der Norm DIN EN 13463-3 sind nur die für den Schutz von nicht elektrischen Geräten notwendigen Unterschiede ausführlich beschrieben. Festgelegt sind Anforderungen an Konstruktion, Bewertung, Bau und Prüfung von Geräten, die für den Einsatz in explosionsgefährdeten Gas- oder Staubatmosphären bestimmt sind und die durch die Zündschutzart druckfeste Kapselung "d" geschützt sind. Die Norm ergänzt die Anforderungen nach DIN EN 13463-1 über "Nicht-elektrische Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen - Teil 1: Grundlagen und Anforderungen", deren gesamter Inhalt ebenfalls auf Geräte zutrifft, die nach DIN EN 13463-3 gebaut wurden. Sie enthält drei normative Anhänge mit Zusatzanforderungen an gebördelte Bandelemente von Entlüftungs- und Entwässerungseinrichtungen, an Elemente von Entlüftungs- und Entwässerungseinrichtungen mit nicht messbaren Wegen und an druckfeste Einführungen.